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Heizlast berechnen: Wie groß muss Ihre Wärmepumpe sein?

Die Wärmepumpe sollte so viel Leistung haben, wie Ihr Haus am kältesten Tag des Jahres braucht, und nicht mehr. Diese Heizlast lässt sich aus Ihrem bisherigen Gas- oder Ölverbrauch schätzen. Tragen Sie Ihre Werte ein und vergleichen Sie das Ergebnis mit der Leistung im Angebot.

Keine Abrechnung zur Hand?

Rechnet nur in Ihrem Browser. Ihre Angaben werden nicht gespeichert oder übertragen.

So rechnet der Rechner

Ihr Verbrauch zeigt, wie viel Wärme Ihr Haus in einem Jahr tatsächlich gebraucht hat. Daraus rechnen wir in vier Schritten auf die Leistung am kältesten Tag zurück:

  1. Nutzwärme: Der Verbrauch laut Abrechnung mal dem Nutzungsgrad der alten Heizung. Ein Brennwertkessel macht aus 100 kWh Gas etwa 92 kWh Wärme, ein alter Konstanttemperaturkessel nur etwa 75.
  2. Warmwasser abziehen: Pro Person rund 700 kWh im Jahr. Für die Raumheizung bleibt der Rest.
  3. Volllaststunden: So viele Stunden müsste die Heizung im Jahr mit voller Leistung laufen, um diese Wärme zu liefern. Je kälter die Region, desto mehr Stunden. Wir leiten sie aus der Norm-Außentemperatur Ihrer Postleitzahl ab.
  4. Heizlast: Raumwärme geteilt durch Volllaststunden ergibt die Leistung in kW.

Weil Winter unterschiedlich mild ausfallen und Annahmen wie der Nutzungsgrad nicht exakt sind, zeigen wir eine Spanne statt eines einzelnen Werts. Mit zwei Verbrauchsjahren wird sie enger.

Beispiel: Einfamilienhaus in Mainz

Gas-Brennwertkessel, 20.000 kWh im letzten und 22.000 kWh im vorletzten Jahr, drei Personen, Warmwasser über die Heizung. Die Norm-Außentemperatur liegt bei −10 °C.

Verbrauch, Mittel aus 2 Jahren21.000 kWh
×Nutzungsgrad der Heizung0,92
=Nutzwärme19.300 kWh
−Warmwasser (3 Personen)2.100 kWh
=Raumwärme pro Jahr17.200 kWh
÷Volllaststunden bei −10 °C Norm-Außentemperatur1.980 h
=Geschätzte Heizlast8,7 kW

Die Spanne liegt bei 7,7 bis 9,7 kW. Ein Angebot über 13 kW für dieses Haus wäre deutlich zu groß und ein guter Grund, nach der raumweisen Heizlastberechnung zu fragen.

Zu groß ist das häufigere Problem

Viele Angebote setzen die Leistung großzügig an, oft nach einer Faustformel pro Quadratmeter oder mit der Leistung des alten Kessels als Maßstab. Alte Kessel sind aber fast immer überdimensioniert. Eine zu große Wärmepumpe taktet an milden Tagen, läuft weniger effizient und kostet mehr. Eine zu kleine braucht an sehr kalten Tagen den elektrischen Heizstab, der teuer heizt. Beides fällt erst nach der Unterschrift auf.

Was der Rechner nicht kann

Er ersetzt keine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Die braucht Ihr Installateur für die Auslegung der Heizflächen und den hydraulischen Abgleich. Er sagt auch nichts darüber, ob Ihre Heizkörper mit niedriger Vorlauftemperatur auskommen. Wenn Sie nach einer Sanierung weniger verbrauchen werden, ist die Heizlast entsprechend kleiner als der Wert aus dem alten Verbrauch.

Größe ist nur einer von vier Punkten

Ein unabhängiger Energieberater prüft Ihr Angebot auf Größe, fehlende Leistungen, Preis und KfW-Förderung. Nach zwei Werktagen wissen Sie, was Sie vor der Unterschrift klären müssen. 199 € pro Haus, bis zu drei Angebote.

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Häufige Fragen

Wie groß muss meine Wärmepumpe sein?

So groß wie die Heizlast Ihres Hauses bei Norm-Außentemperatur, also die Leistung, die das Haus am kältesten Auslegungstag braucht. Für Warmwasser kommt ein kleiner Zuschlag hinzu. Die Heizlast lässt sich aus dem Verbrauch der letzten Jahre gut schätzen; verbindlich ist die raumweise Berechnung nach DIN EN 12831.

Ersetzt der Rechner eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831?

Nein. Für die Auslegung und den hydraulischen Abgleich braucht Ihr Installateur die raumweise Berechnung. Der Rechner zeigt, ob deren Ergebnis zu Ihrem tatsächlichen Verbrauch passt.

Was passiert, wenn die Wärmepumpe zu groß ist?

Sie schaltet an milden Tagen häufig ein und aus. Dieses Takten senkt die Effizienz und verschleißt den Verdichter schneller. Außerdem kostet ein größeres Gerät mehr in der Anschaffung.

Warum rechnen Sie nicht einfach mit der Wohnfläche?

Zwei Häuser mit gleicher Fläche können je nach Dämmung das Doppelte oder die Hälfte verbrauchen. Der tatsächliche Verbrauch bildet Ihr Haus ab, eine Pauschale pro Quadratmeter nicht. Ohne Abrechnung rechnet der Rechner mit 140 kWh pro m² und einer Spanne von ±30 %.

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